Wir haben ständig den Wetterbericht verfolgt und kurz vor der Abfahrt war dadurch klar: Gardasee

 

Am 10. April 2019 starteten wir gegen 9 Uhr zu unserer Frühjahrstour.

 

Bereits in Dalberg gab es die erste Überraschung dieser Tour. An der Kreuzung mussten wir eine Schlange von Traktoren abwarten, die mit Transparenten auf ihre Situation aufmerksam machten und wohl nach Mainz unterwegs waren „Farmers for Future“. Langsam fuhren wir am Ende der Schlange mit und hatten unseren Spaß.

 

 

 

Erste Station war Landau, wo wir das Gas und den Diesel auffüllten.

 

Die ganze Zeit fuhren wir durch mehr oder weniger starken Regen. Die Mittagsrast erfolgte auf dem Rastplatz Haut Koenigsbourg in der Nähe von Selestat.

 

Gegen 14.00 Uhr passierten wir die schweizer Grenze. Da hieß es parkieren und die Schwerlastabgabe besorgen. Danach erfreuten uns einige Tunnel im Stadtgebiet von Basel.

 

 

 

Gut eine Stunde später hatten wir unser Etappenziel am Sursee erreicht.

 

Nach dem Aufbau unternahmen wir einen Gang zum See und liefen an seinem Ufer entlang.

Nach dem Frühstück ging es am 11. April 2019 weiter.  Schnell waren wir auf der Autobahn und rollten weiter durch die Berge. Immer wieder durch Tunnel mit unterschiedlicher Länge. Der Längste war der Gotthard mit 17 km. Hier oben lag noch viel Schnee. Hinter dem Gotthard war das Wetter sehr schön – später wurde es wieder nass.

Schnell waren wir nun in Italien. Die Autofahrer hier fahren wie die Verrückten und ignorieren alle Regeln. Um Mailand war Kolonnenfahrt für eine lange Strecke. Nach der Autobahnabfahrt ging es zuerst mal an eine Tanke. Für 103,60 wurde der Tank gefüllt.

 

 

In Desenzano hat uns das Navi auf einen Umweg geschickt und wir glaubten zuerst, den SP nicht zu finden.

 

Der SP stellte sich als recht einfach raus und die Lage ist weit vom Centrum. Nach einer Mittagsruhe liefen wir in den Ort.

2km hin, durch den Ort kreuz & quer und wieder zurück = 6 km.

 

 

Am 12. April 2019 rollten weiter nach Sirmione, wobei nicht der Ort an der Spitze der Halbinsel gemeint ist, sondern der am Rande des Gardasees.

 

Dort haben wir in der Via Cantarane einen SP  gefunden, der uns besser gefällt. Zumal auch mehr Ort näher ist.

 

Schöne Lage mit Blick auf den Lago zu einem stolzen Preis!

 

Mittags wurden die Räder klar gemacht und ab ging es an die Spitze der Halbinsel, um Sirmione dort anzuschauen. In den Ort darf man mit dem Rad nicht rein. Jede Menge Ameisen kommen hier an – per Bus – per Auto – zu Fuß.

Tourihotspot wie ich es gar nicht mag. Wir haben uns vor dem Eingang umgesehen und dann den Rückweg angetreten.

 

Am Samstag, 13. April 2019 wurde nach dem Frühstück zuerst V&E betrieben. Das Wasser aufzufüllen dauerte ewig, da der Schlauch höchstens einen Querschnitt von 5mm hatte.

 

Danach machten wir uns fertig und liefen ca, 2,5 km zur Busstation, um mit dem Shuttle zur Spitze der Halbinsel von Sirmione zu fahren, um dort die Altstadt zu durchstreifen.

 

Es dauerte eine Weile, bis der Bus kam und wir los fuhren.

 

Dann betraten wir den Altstadtteil von Sirmione und ließen uns durch die Gassen treiben. Später mussten wir essen, da unsere Mägen durchhingen.

 

Danach streiften wir weiter durch die Gassen und waren auch am Eingang zur Grotte. Dann ging es zurück und wir besichtigten die Burganlage. Viele Wendeltreppen führten uns rauf und runter – ob ich da abends noch schlafen kann? Soviel Gedrehe macht mich ganz blümerant.

 

Ein großes Eis für jeden musste auch noch sein und dann war ein müder Rückweg fällig. Ich schätze mal, der Gesamtweg betrug heute ca. 8 km.

 

 

Am Sonntag 14. April 2019 wurde nach dem Frühstück für die Weiterfahrt gerüstet. Entsorgen, bezahlen und wir rollten unserem nächsten Ziel in Pieschera entgegen. Auf dem dortigen SP in der Via Milano fanden wir einen Platz. Alles ist hier sehr schräg, auch die Entsorgung. Die Abstände zum Nachbarn minimal und der Untergrund besteht aus feinem Kies.

 

Nachdem alles aufgebaut war, besuchten wir die Altstadt, die nicht weit entfernt vom SP ist. In einem Restaurant wurde der Bauch gefüllt, damit der Ruhe gibt. Dann zurück ins warme WoMo, wo schon der Mittagsschlaf laut nach uns rief. Das alles in einem sehr kalten unangenehmen Wind.

 

Am späten Nachmittag erfolgte eine neue Runde durch die Stadt. Nur leichtes Getröpfel begleitete uns. Ich bin gespannt wie die Nacht wird, da direkt hinter dem SP die Bahnlinie verläuft und man die Züge zwar nicht sehr laut, aber deutlich hören kann.

 

 

 

 

Der Montag, 15. April 2019 stand im Zeichen des Besuches von Lazise, dass wir mit dem Schiff anfuhren.

Der Ort hat was, ist allerdings sehr von Touris beherrscht und geprägt. Da die Rückfahrt per Schiff zuerst über Sirmione gehen und entsprechend teurer werden sollte, wischen wir für die Rückfahrt auf den Bus aus. Am WoMo wurde sich in die Sonne gesetzt und ausgeruht.

 

Am Dienstag 16. April verlegten wir unser Lager nach  Monzambano. Die gut 7 km hatten wir schnell zurückgelegt. Nach dem Aufbau wurden die Räder klar gemacht und ab ging die Tour nach Borghetto.

Ein wirklich interessanter Ort, den wir uns in Ruhe anschauten.

 

 

{-- Kirche von Monzambano

 

 

Dann radelten wir weiter nach Volta Mantovana. Hier war es nicht so interessant.

Da uns unterwegs ein bayrischer Biergarten seine Fahnen gezeigt hatte, ging es auf den Rückweg und in besagten Biergarten.

 

 

Natürlich war es nur eine italienische Ausgabe und entsprechend auch das Angebot. Allerdings offerierten sie doch Weißwürste und Sauerkraut.

Das Bier war sehr gut.

 

 

 

Gut gefallen haben uns die Radwege um Monzambano.

 

Asphaltiert und gut zu fahren, die Beschilderung könnte teilweise noch besser sein.

 

{-- Brücke für den Radweg

 

 

Zurück auf dem Platz hatten wir einige Nachbarn bekommen.

Rechts von uns stand ein blaues Bimobil aus Rosenheim, das wir "verdächtig" bekannt vor kam.

 

Als der Besitzer über den Platz ging, sprach ich ihn an, ob er Gogolo sei. Er bejahte und wir kamen in ein längeres Gespräch.

 

Gogolo „kenne“ ich aus Berichten aus einem Forum und ich habe einige seiner Touren dort verfolgt, die ihn u.a. nach China, Iran, Russland, Skandinavien, Island führten.

 

Dieses Bild auf dem Gogolobil zeigt in gelb einige der gefahrenen Strecken                                         --}

 

Mittwoch, der 17. April 2019 stellten wir uns einem neuen Abenteuer.

Busfahren in Italien!!!

 

Wir besorgten uns im Ort die Fahrkarten und waren dann ab 11.30 Uhr in einem rasenden Bus nach Mantua unterwegs. Dort angekommen suchten und fanden wir die historische Altstadt und durchstreiften sie kreuz und quer.

Auch ein Mittagessen gönnten wir uns – ein Menue mit überschaubarer Menge an Essen.

Am Nachmittag ging es dann wieder rasant zurück. Später empfahl uns Gogolo noch einen Blumenpark als Ziel für eine Radtour.

 

 

 

Donnerstag, der 18. April 2019 begann mit einer Überraschung: Wir haben Ameisen im Wohnmobil!!!

 

Zwei Stellen konnten wir ausmachen, an denen sie ins Innere gelangten. Also Ameisen gekillt so viel wie es geht und dann auf die Räder und los in den Blumenpark.

 

 

Schön ist, dass man mit dem Rad durch den Park fahren darf - was bei gut 10 km Weg auch angenehm ist.

 

Da die Ameisenarmee doch stärker geworden war, beschlossen wir kurzerhand auf dem SP einen anderen Platz zu nehmen und zu hoffen, dass uns die Biester hier nicht finden.

 

(Liebe Ameisen noch zwei Tage – dann sind wir weg.)

 

 

Freitag, 19. April 2019 fuhren wir mit den Rädern nach Peschiera. Noah hatte ja noch kein Mitbringsel! Die Tour am Fluß entlang war recht schön, allerdings kamen uns immer mehr Radler entgegen. Vor Peschiera wurde dann aus dem Radweg ein schmaler Pfad. Die Stadt war voller Menschen, man kam kaum durch. Mitbringsel gekauft und nix wie weg!!! 

Am Abend waren wir noch zu Gast bei Gogolo und Frau und verbrachten einen angenehmen Abend bei ihnen.

 

 

 

Samstag, 20. April 2019 nach dem Frühstück wurde alles verstaut, sich von Gogolos verabschiedet  – dann begann die Rückfahrt.

 

Um Mailand ging es - später wurde es noch besser. Wir waren zufrieden – bis, ja bis 10 km vor dem Gotthard.

 

Da war Großstau!! 10 km in Schleichfahrt – Grund: Die Ampeln vor der Einfahrt in den Tunnel gingen immer wieder auf Rot, da das Verkehrsaufkommen einfach zu groß war. Der Stau kostete uns gut 2 Stunden!!!

 

 

 

Nach dem langen Tunnel (Gotthard17 km) folgten ja noch gefühlt 1000 kleinere.

Auch die Autobahn in der Schweiz verläuft nicht nur rauf und runter, sondern schwenkt auch häufig von links nach rechts.

 

Meine Lieblingsbeifahrerin nervte das so, dass unser Ziel die Rheinfälle verworfen wurde.

 

 

 

Schließlich wurde es Breisach am Rhein.

Dort trudelten wir um 18 Uhr ein. Voll – buuh, ich war müde, hungrig und durchgeschwitzt.

Dann noch ein Blick - ein Platz passte dann doch noch für uns.

Schräg und alles nicht schön, da viel zu eng gestanden wird.

 

 

Jetzt flott frisch gemacht und ab zum Essen. Das Essen war nix besonderes, aber satt waren wir. Im Auto noch ein wenig rumgelungert und dann in die Koje.

 

 

Sonntag, 21. April 2019 dann das Rätsel raten: Wo kann es noch einen freien SP für uns geben?

Alternativ geht es nach Hause, denn so eng wie in Breisach wollen wir nicht stehen.

Meinwomonet zeigte uns einen SP in Vogelgrun auf einer Insel im Rhein von camping car park.

Dort war noch reichlich Platz als wir kamen und so konnten wir uns einen auswählen.

 

Alles aufgebaut und nachdem die Räder fertig waren, ging es los Richtung Colmar.

 

Natürlich mussten wir reichlich suchen, um den richtigen Weg zu finden. Meist radelten wir an einem Canal entlang .

 

 

In Muntzenheim hatte ich genug, da mittlerweile mein Magen heftig nach Nahrung verlangte. Also drehten wir nach gut 23 km um und machten uns auf den Rückweg.

Mit Schmackes erreichten wir unseren Platz und sofort wurde mit dem Kochen begonnen.

Wie schmeckte das so gut.

Nach kurzer Pause noch abspülen und später radelten wir noch mal nach Deutschland, um in Breisach (3 km) ein Eis zu essen.

 

 

Am Montag, 22. April 2019 wurde nach dem Frühstück der Start vorbereitet. Danach rollten wir zuerst noch am Kaiserstuhl rum, bis wir tanken konnten. Dann über Aachern zurück auf die französische Seite.

 

Hier fährt es sich einfach entspannter und es sind wesentlich weniger Autos auf der Bahn.

 

Wir fuhren wieder mal nach Bad Dürkheim und aßen dort zu Mittag. Anschließend setzten wir den Heimweg fort.

Um 15 Uhr erreichten wir den heimischen Hof. Jerry war auch schnell da und wir konnten ihn beschmusen.

 

Noch einige Bilder quer durch die Tour